„Man sieht die Sonne untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel wird“.
Am 8. März haben wir mit Bestürzung vom Tod unseres langjährigen Regisseurs Josef „Ufo“ Unterforsthuber erfahren. Im ersten Moment waren wir sprachlos.
Zwei Jahreszahlen möchten wir hervorheben:

1975
In diesem Jahr wurde die Theatergemeinschaft Schnaitsee dank seines Engagements, seiner Hartnäckigkeit und seiner Leidenschaft aus der Taufe gehoben.
Als Schauspieler stellte er seine Kreativität unter Beweis und brachte durch seine freie Textinterpretation auf der Bühne den Kollegen die ein oder andere Schweißperle auf die Stirn.

Seine große Leidenschaft war jedoch die Regie, in die er später wechselte. Dort lebte er diese Kreativität voll aus. Er war ein Visionär und ging trotz so mancher Widerstände neue Wege, wobei er seine Ideen zielstrebig verfolgte. Am Ende behielt er oft Recht. Sein Gespür für Szenen und Menschen war beneidenswert. Beim Lesen eines Manuskripts wusste er bereits, wie das Bühnenbild aussehen sollte und wer welche Rolle spielen würde.
Unvergessen bleibt auch, wie er bei den Proben aus dem Stegreif jede Rolle spielen konnte, ganz egal ob Engel oder Durlhex.
2025
Das 50-jährige Bühnenjubiläum. Bei der Würdigung seines Lebenswerks wollte er nicht im Mittelpunkt stehen, wie auch sonst nie. Diese Auszeichnung bedeutete ihm jedoch sehr viel, was immer wieder zwischen den Zeilen zu erkennen war.
Ufo, 50 Jahre, in denen du die Theatergemeinschaft geprägt hast wie kaum ein anderer.
Wir können nur noch einmal Danke sagen für alles, was du gemacht hast. Du warst nicht nur Teil der Theatergemeinschaft – du warst sie.
Wie die Theatergemeinschaft Schnaitsee heute dasteht, ist dein Verdienst.
Ufo, wir verneigen uns und geben dir einen letzten Applaus.
Deine Theatergemeinschaft Schnaitsee
