RUND UM DAS AKTUELLE STÜCK

Auf den Spuren einer Legende


„Er war oana von de Echten, aber gjagt hams eahm sei Lebn lang wie an Hund.“ Mit den eindringlichen Klängen von
Georg Ringsgwandls Ballade „Kneißl“ beginnt die Geschichte vom Kneißl Mathias. Besser bekannt ist er unter dem Namen „Räuber Kneißl“, mit dem er in die bayerische Geschichte einging.

Das Theaterstück „Mein Bruder, der Räuber Kneißl“ von Christian Schönfelder, bereichert durch die Musik und Liedtexte von Georg Ringsgwandl, zeigt das Drama eines jungen Mannes, der nach seiner ersten Haftstrafe als gelernter Schreiner ein ehrbares Leben mit seiner Mathilda beginnen und nach Amerika auswandern wollte.

Doch Vorurteile, Stigmatisierung und der Druck der Dorfgesellschaft ließen ihm keine Chance.
So wurde er in eine Spirale aus Verfolgung und Gewalt getrieben – bis hin zu seiner Verhaftung und der Hinrichtung unter dem Fallbeil im Jahr 1902.

Das Stück blickt hinter die Fassade des bayerischen Mythos Mathias Kneißl (1875–1902). Erzählt wird sein Lebenslauf aus einer ungewöhnlich intimen Perspektive – den Erinnerungen seiner jüngeren Schwester Cäcilia. Schönfelders Fassung bricht bewusst mit verklärender Räuberromantik.

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